HMT20 Kühlmittelbetriebenes Markierwerkzeug
Nadelprägen mit Innenkühlung durch die Spindel — keine Luftversorgung erforderlich. Wenn Ihre Maschine über TSC verfügt, haben Sie bereits alles, was Sie zum Markieren benötigen.
- Antrieb durch Innenkühlung durch die Spindel — keine Luftversorgung, keine externen Anschlüsse
- Geeignet für Emulsion und Öl, 15–70 bar Kühlmitteldruck
- 3–4 mm automatischer Höhenausgleich
- Markiert alle zerspanbaren Metalle bis 60–62 HRC
- Mit allen CNC-Steuerungen kompatibel
Überblick
Nadelprägen — angetrieben durch das Kühlmittelsystem Ihrer Maschine
HMT20 ist ein kühlmittelbetriebenes Nadelprägewerkzeug für CNC-Bearbeitungszentren mit Innenkühlung durch die Spindel (TSC). Das Werkzeug nutzt das vorhandene interne Kühlsystem der Maschine — Emulsion oder Öl bei 15–70 bar — zum Antrieb einer Mikropercussions-Markiernadel. Keine Luftversorgung, keine externen Ventile, keine zusätzlichen Maschineninstallationen erforderlich.
Das Markierprinzip ist Mikropercussion: Eine Hartmetallnadel schwingt, angetrieben durch den Kühlmitteldruck, vertikal mit etwa 300 Hz. Jede Schwingung erzeugt eine feine Vertiefung auf der Werkstückoberfläche. Die Punkte liegen so dicht beieinander, dass das Ergebnis wie eine durchgehende Linie wirkt. Wie bei jedem Nadelprägeverfahren wird das Material verdichtet statt abgetragen — keine Späne, keine Faserbeschädigung, keine Schwächung der Werkstückstruktur.
Die Bezeichnung „Hydraulic“ in HMT steht für die Aktivierung durch Druckmedium — das Werkzeug wird vom durch die Spindel strömenden Kühlmittel angetrieben, nicht von einem Hydraulikzylinder. Wenn Ihre Maschine bereits über Innenkühlung durch die Spindel mit mindestens 15 bar verfügt, ist HMT20 sofort einsatzbereit — ins Werkzeugmagazin einsetzen, Programm schreiben und mit dem Markieren beginnen. Für Maschinen ohne TSC siehe das luftbetriebene PMT20AL.
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Vorteile
Wesentliche Vorteile
- Keine Luftversorgung erforderlich — vollständig durch Innenkühlung durch die Spindel angetrieben; wenn Ihre Maschine über TSC verfügt, sind keine zusätzlichen Installationen erforderlich
- Geeignet für Emulsion und Öl — kompatibel mit allen gängigen CNC-Kühlmitteln bei 15–70 bar Druck
- Kein separater Markierschritt — das Markieren ist in das CNC-Programm integriert; jedes Werkstück wird während der Produktion automatisch markiert
- Keine Materialschwächung — Mikropercussion verdichtet die Oberfläche, ohne Materialfasern zu trennen; sicher für dünnwandige und sicherheitskritische Bauteile
- 3–4 mm Höhenausgleich — der integrierte Mechanismus gleicht Oberflächenhöhenunterschiede aus; gleichmäßige Markierung auf gekrümmten und unebenen Oberflächen
- Markiert bis 60–62 HRC — die Hartmetallnadel markiert alle zerspanbaren Metalle, einschließlich gehärtetem Stahl, Edelstahl, Gusseisen, Aluminium und Titan
- Mit allen CNC-Systemen kompatibel — funktioniert mit Siemens, Heidenhain, Fanuc und allen anderen CNC-Steuerungen; programmiert mit Standard-Gravierzyklen
- Wartungsfrei — Hartmetallnadel nahezu verschleißfrei und austauschbar; keine Verbrauchsmaterialien, keine Schmierung erforderlich
Spezifikationen
Technische Spezifikationen
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Bestellcode | 64.420.00 |
| Markierprinzip | Mikropercussion (Nadelprägen) — kühlmittelgetriebene Nadelschwingung |
| Antrieb | Innenkühlung durch die Spindel (TSC) — Emulsion oder Öl |
| Kühlmitteldruck | 15–70 bar |
| Nadelfrequenz | ~300 Hz |
| Höhenausgleich | 3–4 mm |
| Max. Markiertiefe | ~0,2 mm (material- und druckabhängig) |
| Oberflächenhärte für die Markierung | Bis 60–62 HRC |
| Vorschub | F3000 mm/min (einstellbar) |
| Markierzeit | ~1 Sekunde pro Zeichen |
| Spindeldrehzahl | 0 U/min (Spindel steht) |
| Markiernadel | Hartmetall, 90°-Spitze, Radius 0,3 mm (Sonderspitzen auf Anfrage erhältlich) |
| Schaft | Weldon Ø20 mm |
| Schaftlänge | 50 mm |
| Gehäusedurchmesser | Ø44 mm |
| Unterer Bereich | Ø30 mm |
| Gesamtlänge | 149 mm |
| Maschinenvoraussetzung | Innenkühlung durch die Spindel (TSC), min. 15 bar |
| CNC-Kompatibilität | Alle Systeme — Siemens, Heidenhain, Fanuc usw. |
| Wartung | Wartungsfrei; Nadel austauschbar |
Anwendung
Einricht- und Bedienhinweise
- 01
In die CNC-Maschine einsetzen
HMT20 in einen Weldon-Werkzeughalter einsetzen (Schaft Ø20 mm) und in das automatische Werkzeugmagazin einlegen. Das Werkzeug erhält das Kühlmittel durch die Spindel — keine externen Luft- oder Kühlmittelanschlüsse erforderlich.
- 02
Ausgangsposition für die Markierung einstellen
Die Markiernadel 6 mm von der Werkstückoberfläche entfernt positionieren. Die Innenkühlung durch die Spindel aktivieren und das Markierprogramm ausführen — in diesem Abstand sollte keine Markierung sichtbar sein. Wenn eine Markierung entsteht, den Kühlmitteldruck reduzieren.
- 03
Die richtige Markiertiefe finden
Das Werkzeug um 0,5 mm näher an das Werkstück heranfahren und den Markierzyklus erneut ausführen. In 0,5-mm-Schritten wiederholen, bis die Markierung sichtbar wird. Anschließend ein letztes Mal um 0,5 mm weiter zustellen, um eine vollständige und sauber ausgeprägte Markierung sicherzustellen. Minimaler Sicherheitsabstand: 1 mm.
- 04
Anfahrgeschwindigkeit optimieren
Die Markierposition mit maximaler Eilganggeschwindigkeit anfahren. Dadurch wird der Effekt eines tieferen ersten Punkts minimiert — wenn die Maschine von der schnellen Anfahrt auf den Markiervorschub wechselt, trifft die Nadel den ersten Punkt bei einem langsamen Übergang mehrfach.
- 05
Produktion starten
Sobald die Markierposition eingestellt ist, markiert HMT20 jedes Werkstück automatisch als Teil des CNC-Programms. Jedes Teil, das die Maschine verlässt, ist bereits markiert — kein separater Markierschritt, keine manuelle Handhabung.
Anwendungen
Wo HMT20 seine Stärken ausspielt
- Maschinen mit Innenkühlung durch die Spindel — keine zusätzlichen Installationen erforderlich; das vorhandene Kühlsystem treibt das Markierwerkzeug an
- Maschinen ohne Luftversorgung — ideal, wenn Druckluft durch die Spindel nicht verfügbar oder nur schwer zu installieren ist
- Seriennummern und Rückverfolgbarkeit — individuelle Bauteilkennzeichnung für Anforderungen in der Luft- und Raumfahrt (AS9100) und der Automobilindustrie (IATF 16949)
- Großserienfertigung — automatische In-Prozess-Markierung mit ~1 Sekunde pro Zeichen; minimaler Einfluss auf die Zykluszeit
Vergleich
HMT20 vs. PMT20AL — Welches Markierwerkzeug brauche ich?
| HMT20 | PMT20AL | |
|---|---|---|
| Antrieb | Innenkühlung durch die Spindel | Druckluft |
| Druck | 15–70 bar Kühlmittel | 5–8 bar Luft |
| Maschinenvoraussetzung | TSC-System | Luftversorgung (durch die Spindel oder seitlich) |
| Nadelfrequenz | ~300 Hz | ~300 Hz |
| Max. Härte | 60–62 HRC | 60–62 HRC |
| Höhenausgleich | 3–4 mm | 3–5 mm |
| Am besten geeignet für | Maschinen mit TSC, ohne verfügbare Luftversorgung | Jede Maschine mit Luftversorgung |
FAQ
Häufig gestellte Fragen
- Was ist kühlmittelbetriebenes Markieren und wie funktioniert HMT20?
- HMT20 nutzt das TSC-System der Maschine (Innenkühlung durch die Spindel), um eine Mikropercussions-Markiernadel anzutreiben. Wenn der Kühlmitteldruck aktiviert wird (Emulsion oder Öl, 15–70 bar), schwingt die Hartmetallnadel vertikal mit etwa 300 Hz und erzeugt eng gesetzte Vertiefungen auf der Werkstückoberfläche. Die CNC-Achsen bewegen das Werkzeug entlang der Markierkontur, während die Spindel stillsteht (0 U/min). Das Ergebnis ist eine dauerhafte, tiefe Nadelprägung — im Prinzip identisch mit luftbetriebenem Markieren, jedoch mit Kühlmittel statt Druckluft angetrieben.
- Warum kühlmittelbetriebenes Markieren statt luftbetriebenem Markieren wählen?
- Wenn Ihre CNC-Maschine bereits über ein TSC-System verfügt, benötigt HMT20 keine zusätzliche Installation — keine Luftleitungen, keine Magnetventile, keine externen Anschlüsse. Die bereits in Ihre Maschine integrierte Kühlmittelversorgung treibt die Markiernadel direkt an. Das macht HMT20 zur einfachsten Markierlösung für Maschinen mit TSC. Wenn Ihre Maschine keine Innenkühlung durch die Spindel hat, ist das luftbetriebene PMT20AL die Alternative.
- Welche Kühlmittelarten und Drücke unterstützt HMT20?
- HMT20 arbeitet sowohl mit Emulsion als auch mit Öl als Kühlmedium. Der Betriebsdruckbereich liegt bei 15–70 bar. Mindestens 15 bar Kühlmitteldruck durch die Spindel sind erforderlich, damit die Markiernadel zuverlässig schwingt. Ein höherer Kühlmitteldruck erzeugt eine tiefere Markierung — die Markiertiefe kann durch Anpassung der Kühlmitteldruckeinstellung der Maschine beeinflusst werden.
- Welche Materialien kann HMT20 markieren?
- HMT20 markiert alle zerspanbaren Metalle mit einer Oberflächenhärte bis etwa 60–62 HRC — darunter Stahl, Edelstahl, Gusseisen, Aluminium, Messing, Kupfer und Titan. Das Mikropercussionsverfahren verdichtet die Materialoberfläche, ohne sie abzutragen, wodurch HMT20 auch für gehärtete Werkstücke und sicherheitskritische Bauteile geeignet ist.
- Kann HMT20 gekrümmte oder unebene Oberflächen markieren?
- Ja. HMT20 verfügt über einen integrierten Höhenausgleich von 3–4 mm. Der interne Mechanismus gleicht Höhenunterschiede der Oberfläche während des Markierens aus und sorgt so für eine gleichmäßige Markiertiefe auf leicht gekrümmten, unebenen oder rauen Oberflächen, ohne Z-Achsen-Anpassungen im CNC-Programm.
- Welche Maschinenvoraussetzungen benötigt HMT20?
- HMT20 benötigt eine CNC-Maschine mit Innenkühlung durch die Spindel (TSC) und mindestens 15 bar Kühlmitteldruck. Das Werkzeug wird über einen Standard-Weldon-Schaft Ø20 mm in das automatische Werkzeugmagazin aufgenommen. HMT20 ist mit allen CNC-Steuerungen kompatibel — Siemens, Heidenhain, Fanuc und anderen.
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HMT20 im Einsatz
HMT20 kühlmittelbetriebenes Markierwerkzeug im Einsatz — die Innenkühlung durch die Spindel aktiviert die Hartmetallnadel und erzeugt dauerhafte Nadelprägungen auf der Werkstückoberfläche. Keine Luftversorgung erforderlich, vollständig durch das Kühlmittelsystem der Maschine angetrieben.
Demonstration des HMT20 Hydraulischen Markierwerkzeugs auf einem CNC-Bearbeitungszentrum. Das Werkzeug nutzt die Innenkühlung durch die Spindel zum Antrieb der Mikropercussionsnadel — Markieren direkt im Bearbeitungszyklus ohne separaten Markierschritt.
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